Dienstag, 14. November 2006

Und so geht's weiter...

Jetzt sind wir mal in ROTORUA, wo es viele maori-einwohner, blubbernde schlammloecher, wasserfontaenen und hotpools gibt - schaun wir uns alles morgen an.

Dann geht's weiter in den TONGARIRO national park zu den grossen vulkanen, die wir natuerlich im zuge des weltberuehmten TONGARIRO CROSSING erklimmen wollen.

Und in WELLINGTON (hauptstadt von neuseeland) haben wir hoffentlich zeit und gelegenheit, die neuen fotos online zu stellen und ENDLICH UNSERE MAILS ZU LESEN! Wollt ich gerade machen, jetzt schliesst das internet-cafe... mist!

WAITOMO CAVES - Black Water Rafting

Heute sind wir in die dunklen, kalten hoehlensysteme von WAITOMO abgetaucht - das war sowas von genial! In der gegend hier gibt's ja unendlich viele unterirdische hoehlen, die meisten sind teilweise mit wasser gefuellt, durch einige fliessen sogar baeche und kleine fluesse!

Gleich am vormittag sind wir zum BLACK WATER RAFTING aufgebrochen, voll ausgeruestet mit wetsuit, rutschhose, gummistiefeln und berghelm mit licht vorne dran - haett mich gefuehlt wie ein bergarbeiter in den 60er jahren, wenn da nicht noch der gummireifen gewesen waer:)

Gleich zuerst der eignungstest: mit dem ruecken zum fluss (!) und dem hintern im gummireifen (!) von einer zweieinhalb meter hohen bruecke (!) in den fluss (!) springen! BITTE WIE, BITTE WAS?! Hab ernsthaft an einen scherz geglaubt, bis sich die ersten mit einem fetten PLATSCH in die fluten gestuerzt haben, literweise wasser spuckend wieder aufgetaucht sind, und C-C-COLD schreiend zum rand gepaddelt sind;) Der dieter hat's von anfang an saulustig gefunden, ich hab die ersten bangen momente auch ganz gut ueberstanden.

Als wir dann endlich in der hoehle waren war's einfach nur mehr faszinierend und der beste rafting trip, den wir je gemacht haben! Das wasser wirkt wirklich tiefschwarz, es ist stockdunkel da unten und an der decke sind oft tausende gluehwurmfaeden - deshalb haben wir manchmal sogar unsere helmlampen ausgeschaltet und uns beim paddeln durch die schmalen gaenge rein an den leuchtfaeden orientiert! (Durch diese "GLOWWORMS" sind die caves weltberuehmt geworden, schaut fast aus wie ein strahlender nachthimmel!) Teilweise sind wir in den gaengen herumgeklettert, und bei wasserfaellen haben wir jedesmal unseren beim eignungstest angelernten rueckswaerts-hintern-im-reifen-superjump angewendet:) Aja, es ist EISKALT da unten, wirklich EISKALT! Das wasser, die luft... und diese dunkelheit! Deshalb war's dann wie ein kleines wunder der natur, als beim hoehlenausgang die ersten sonnenstrahlen ins ewige dunkel gefallen sind:) Wir sind dann mitten im dichten wald nahe dem waitoma fluss wieder ans tageslicht gekommen:

hier sind wir rausgekommen

Also hintern in den reifen, rein in den fluss. Und dann sind wir in der warmen sonne aus dem wald raus zur basisstation gepaddelt.

Dort haben schon eine heisse dusche, ein ganzer kessel dampfende suppe und viele ofenwarme bagels auf uns gewartet... AAAH!!!

Am nachmittag sind wir dann noch zuzweit in den waeldern von waitoma herumgewandert - es gibt da wahnsinnig viele hoehleneingaenge, die verlockung ist natuerlich gross - und dieter's wagemut kennt keine grenzen!

dieter in der hoehle

Ich bin meist in der naehe des eingangs geblieben und hab mir sorgen um die autoschluessel gemacht, die der dieter - nur mit taschenlampe ausgeruestet - mit sich ins dunkel genommen hat... als sich der hoehlenboden bei einem klopftest aber mal ganz hohl angehoert hat, ist er schnell wieder ans tageslicht gekommen:)

waitomo

Am abend haben wir uns dann auf den weg nach ROTORUA gemacht. Aja, die HOBBIT-doerfer aus "herr der ringe" sind hier ganz in der naehe, irgendwo bei matamata!

Waipoua & Kauri Northland Forest

Nach einer netten nacht in unseren huebschen patchwork-decken haben wir kurz nach sonnenaufgang die bergfarm verlassen und sind gleich zu einem erfrischenden bushwalk im WAIOTAMARAMA kiwi-urwald aufgebrochen - fast ein bisschen wie im amazonas... total arg verwachsen mit schlingpflanzen, wasserfaellen und allem drum und dran, damit haetten wir in neuseeland gar nicht so gerechnet!

kiwizone

Und weil wir schon dabei waren, haben wir nahe waimamaku gleich noch "TANE MAHUTA", den gott der waelder, besucht.

tane mahuta

Wie ihr euch wahrscheinlich denken koennt, steckt auch hier eine maori-legende dahinter:
TANE (der groesste und wahrscheinlich aelteste kauri-baum neuseelands, 57m hoch und riesendick), hat seine mutter erde und seinen vater himmel aus der innigen umarmung entzweit und somit licht und leben ermoeglicht.
Es gibt noch ein paar mehr gigantische kauri baeume dort in der naehe, zum beispiel die "Four Sisters".

In den kauri waeldern darf man immer nur auf den langen holzstegen gehn, die fuer die wanderer gebaut wurden, damit die empfindlichen wurzeln nicht gereizt werden - also ein richtiges strassensystem mitten durch die dicht verwachsenen waelder!

Nach so viel bewegung war's natuerlich wieder hoechste zeit fuer einen kleinen supermarkt- und picknick-stopp in dargaville. Hier gibt's ueberall diese PIE's, die fast so beliebt sind wie in oesterreich das wiener schnitzel. Rundum geschlossene blaetterteigtoertchen mit den verschiedensten fuellungen: steak&minze, speck&ei,... 68.000.000 werden hier jaehrlich davon verdrueckt, und wir tragen jetzt unseren teil dazu bei;)

beef pie

Am abend sind wir dann bei den weltberuehmten WAITOMO CAVES angekommen, wo wir im KIWI PAKA alpine style hostel uebernachtet haben... wir haben uns irgendwie gefuehlt wie beim winter-snowboardurlaub: die unterkuenfte mit den holzwaenden in den zimmern in mehreren huetten auf einem huegel, die bars drumherum... ach, schwer zu sagen, vielleicht war's nur die sehnsucht nach schnee;)

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